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Dissertationen (eigene und begutachtete):

F. Brandl:
"Neues Wohnen im Alter - ökologisch, gemeinschaftsorientiert und finanzierbar";
Betreuer/in(nen), Begutachter/in(nen): A. Mahdavi, D. Wiegand, C. Kühn; Abteilung Bauphysik und Bauökologie, Institut für Architekturwissenschaften, 2012; Rigorosum: 20.06.2012.



Kurzfassung deutsch:
Ausgangssituation/Motivation:
In dieser Arbeit werden die Themen Ökonomie, Ökologie, Soziales in Zusammenhang mit gemeinschaftlichen Wohnprojekten behandelt. Diese werden hinsichtlich Energie- und Flächen-Effizienz evaluiert und es wird auf die zusätzlichen Kosteneinsparungen hingewiesen. Demografischer Wandel beinhaltet die Zunahme der älteren Bevölkerung. In Österreich lebt eine steigende Anzahl von Älteren allein in großen Wohnungen und vielen brauchen Hilfe von außen, wenn es notwendig ist.

Inhalte und Zielsetzungen:
Es wird die Behauptung aufgestellt, dass durch Integration gemeinschaftlicher Wohnprojekte in bestehende Gebäude im Rahmen einer thermischen Sanierung eine höhere Flächen- und Energie-Effizienz erreicht werden kann, und dass Kosten reduziert werden können. Leben in der Gemeinschaft heisst auch bessere Lebensqualität, und durch gegenseitige Hilfe innerhalb der Gruppe können mobile Dienste eingespart werden. Weitere Vorteile dieser Wohnmodelle liegen in der höheren Belegungsdichte und dem gemeinsamen Nutzen von Räumen. Letztlich sind die Auswirkungen der Ergebnisse auf die ganze Stadt von Bedeutung.

Methodische Vorgangsweise:
Nach Recherchen im Inland/Ausland wird ein aktuelles Blocksanierungsgebiet mit guter Infrastruktur im 6. Bezirk ausgewählt. Das Potential der Energie-Effizienz von 2 sanierungsbedürftigen Gebäuden aus unterschiedlichen Bauperioden (Gründerzeithaus und Gebäude der 1960er Jahre) wird mit Hilfe thermischer Simulation ermittelt. 4 Szenarien (Belegungsform "allein-lebend" und "in Gemeinschaft lebend", Gebäudezustand: "unsaniert" und "saniert") werden behandelt. Die Flächen-Effizienz wird ebenso ermittelt.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen:
Die heizlast für beide Gebäude kann bei thermischer Sanierung in Kombination mit einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt bis zu 55% bzw 81% (flächenbezogen) und 76% und 88% (personenbezogen) reduziert werden. Die Flächenreduktion beträgt 50% bzw 39%. Eine ungefähre Hochrechnung der Ergebnisse auf die urbane Dimension ergibt eine Reduktion der Heizenergie von 520 GWh. Der Flächengewinn könnte ungefähr 3 Millionen m≤ Nettogeschossfläche betragen.

Ausblick:
Daneben gibt es Verbesserungen der städtischen und sozialen Strukturen. Außerdem fühlen sich die Menschen nicht mehr einsam und dazu noch sicherer. Ein Pilotprojekt "Gemeinsam wohnen in sanierten Häusern" als Folge dieser Arbeit sollte umgesetzt und forschungsmäßig evaluiert werden.

Kurzfassung englisch:
Starting Point / Motivation:
Contents / Objectives:
Methods:
Results:
Prospects/Suggestions for future research:

Erstellt aus der Publikationsdatenbank der Technischen Universitšt Wien.